Kardinal Döpfner verstarb vor 50 Jahren am 24.07.1976 als Erzbischof von München und Freising plötzlich im Alter von erst 62 Jahren.
Seine kirchliche Laufbahn und sein bischöfliches Wirken in einer durch Krieg und Leid zerstörten Landschaft, sowie verunsicherten Gesellschaft waren beeindruckend und er war als Ermutiger und Mahner vielen ein Hoffnungsträger.
1948 übernahm er mit 35 Jahren als jüngster Bischof Europas das Bistum Würzburg und sorgte bei der Bevölkerung durch seine Initiativen und seine Tatkraft für Aufbruchstimmung. Beispielsweise: Gründung des St. Bruno-Werkes 1949 - „Wohnungssorge ist Seelsorge“, 1955 Gründung der Domschule, 1951 drei unterfränkische Katholikentage, bis 1957 viele Kirchenbauten.
Von 1957 bis 1961 wurde Julius Döpfner vom Papst zum Bischof der Diözese Berlin ernannt und 1958 in das Kardinalskollegium aufgenommen. Damit war er mit 45 Jahren der jüngste Kardinal der Weltkirche. In dieser Zeit musste er Einschränkungen durch die Behörden der DDR erfahren, wodurch seine Wirkungsweise eingeschränkt war. 1960 wurde er zu einem entschiedenen Protagonisten für eine Aussöhnung mit Polen (Hedwigspredigt).
Am 3.07.1961 ernannte ihn Papst Johannes XXIII. zum Erzbischof von München und Freising und Döpfner übernahm ab 1965 den Vorsitz der Deutschen Bischofskonferenz in Fulda. In den Jahren 1962 – 1965 findet das II. Vatikanische Konzil in Rom statt, bei dem er gleich zentrale Aufgaben in Kommissionen übernahm und vor allem als einer der 4 Moderatoren, große Wertschätzung erfuhr.
Neben den Struktur- und Pastoralreformen in seiner Diözese München kommen dann auch noch von 1971 bis 1975 die Synode in Würzburg, bei der es um die Umsetzung der Beschlüsse des Konzils ging und teils heftige Auseinandersetzungen ausgetragen wurden. Insgesamt wurde der Synode aber ein erfolgreicher Abschluss bestätigt, ausdrücklich auch dank ihres Präsidenten, Kardinal Döpfner, der durch seine anerkannte Autorität einen wesentlichen Beitrag geleistet hatte.
Die Erinnerung und das Andenken an den bedeutenden Kirchenmann Julius Kardinal Döpfner ist für seine Heimatregion, insbesondere für seinen Geburtsort Hausen, sowie Kleinbrach, eine ehrenvolle Verpflichtung. Die Verbundenheit mit der Heimat konnten die damaligen Bewohner oft bei verschiedenen Anlässen erleben, wie z.B. Orgelweihe, Gottesdienste oder Wanderungen in der Rhön. Sie fand auch Ausdruck in der Verleihung der Ehrenbürgerwürde 1952 durch die Stadt Bad Kissingen und 1958 durch die Gemeinde Hausen.






