„Beim frühen Morgenlicht, erwacht mein Herz und spricht: Gelobt sei Jesus Christus...“
Ja, früh um 3.30 Uhr sind wir mit 30 Personen in Bad Kissingen gestartet
alle waren pünktlich – wir haben nicht gewartet.
Mit „Ziegler“Busfahrer Jürgen Schmitt und dem Reisesegen von Pfr. Greier (Gerd) ging es flott voran…
und wir kamen in Feucht zum „Frühstück“ schon mal gut an!
Punkt 6.00 Uhr ging es dann Richtung München los
dort ohne Stau angekommen – die Freude war groß
5 Pilgerfreunde haben sich am Flughafen München uns angeschlossen
Check-in, Gepäckaufgabe – alles reibungslos – wir haben es sehr genossen
So blieb noch viel Zeit – wir konnten Weißwürste, Bier, Kaffee und Gebäck genießen
na ja, der Preis war schon hoch – doch es konnte uns nicht verdrießen.
Flughafen ist eben eine besondere Stelle
die Gemeinschaft war gut – auf alle Fälle!
Um 10 Uhr sollten wir dann an Gate 4 nun sein
Das Flugzeug – LH 2218 lud zum Platznehmen ein
Pünktlich 10.30 Uhr am Airport München – Flug über Zürich nach Toulouse
etwas Wolkenverhangen – doch auch die weißen Wolken waren ein Genuss
Erst kurz vor der Landung war der Boden wieder zu sehn
ja, so kann das Wetter und die Reise ruhig weitergehn.
Der Flug war etwas turbulent, das Rauschen war nicht zu überhören
doch wir sind den Schutzengeln dankbar... und es konnte uns weiter nicht stören..
Alle Koffer waren mit uns eingetroffen
so konnten wir nur auf die Pünktlichkeit unseres Busses hoffen
Ein blauer Bus brachte uns nach Lourdes -180km auf der Autobahn
Check-in im Hotel Roissy – ja, jetzt fängt das Pilgern so richtig an
Die Zimmerverteilung ging recht flott voran
jeder sah sich die neue Unterkunft etwas genauer an.
Koffer auspacken .. etwas ruhn ….jeder konnte selbst das Gewünschte tun..
Um 16.45 Uhr trafen wir uns dann am „Heiligen Bezirk“ mit Gerd, der schon dort stand
denn in der Kapelle „Jeanne d’Arc“ war es geplant, dass dort unsere 1. Hl. Messe statt fand.
Doch die Tür war verschlossen, in der Sakristei Niemand zu sehen...
war es „fake“ - sollten wir wieder gehen?
Doch genau pünktlich wurde die Tür dann doch aufgetan
und die gemeinsame Eucharistie nun für die Gruppe begann
Das Leben von Jeanne d’Arc wurde uns von Gerd erklärt
„Ohne die Gnade Gottes wüsste ich nicht was ich tun sollte“ dieses Zitat ist noch heute bewährt.
Im „100 jährigen Krieg“ (1337-1453 England gegen Frankreich) hat sie gelebt und viel gelitten
ja, Jeanne d’Arc hat einfach für die Gerechtigkeit und Wahrheit gestritten.
Zum Abendessen wieder pünktlich ins Hotel zurückgekommen
haben wir um 19.00 Uhr unser Abendessen eingenommen
Etwas hungrig von der Reise war aber die Menge recht klein
so musste für manche die Pizzeria gegenüber die nächste „Location“ sein.
Einige von uns waren pünktlich zur Lichterprozession zur Stelle
Der lange Kerzenzug begann neben der Grotte – an der Quelle
Das beleuchtete Kreuz und die Kranken vorne weg, dann die geschmückte „Madonna“ von 4 Männern getragen….
dann viele Gläubige, jung und alt, die in vielen Sprachen ihr „Ja“ zur Muttergottes sagen.
Den Rosenkranz betend hinauf bis zum Tor „Saint Michel“ und wieder zurück
die Füße hielten durch – das war unser Glück….
Doch noch nicht zu Ende – es ging in Kurven über den Platz
eine super Logistik – mit einem Satz!
Dabei wurden kurze Liedstrophen gesungen und in vielen Sprachen die „Ave“ gebetet
am Schluss wurden die Fürbitten in goldenen Schalen vor die „Muttergottes“ gebracht und ein Bischof hat die Menge gesegnet.
2. Tag –
Nach dem Frühstück am Freitag stand der Kreuzweg auf dem Plan
Links neben den Kirchen ging es ziemlich steil bergan...
Pfr. Greier hat uns wunderbar begleitet und hat uns die Stationen nähergebracht
und dabei auch das „Heute“ und unser eigenes Leben bedacht.
So ist es mutig manchmal nicht zu Schweigen
sondern auch Schwäche und das wahre Gesicht zu zeigen!
Immer im Vertrauen zu Gott unserem Vater im Himmel zu sehn
in der Gewissheit – ER lässt uns nicht untergehn!
Würde und Kraft will ER uns in allen Lebenslagen schenken
ja, daran dürfen wir besonders im Alltag denken!
Bereit sein zu helfen wenn Andere sind in Not
um Verzeihung zu bitten, sich zu versöhnen – ja, das ehrt unseren Gott.
Denn Jesus ist als Weizenkorn für uns gestorben
hat uns dadurch Erlösung und ewiges Heil erworben!
So ist die Auferstehung uns geschenkt
und wenn wir es wollen – Jesus auch unser Leben in Liebe lenkt.
Dankbar und ergriffen gingen wir jeder für sich in den Ort zurück
um 12.00Uhr da gab’s das Mittagessen - diesmal sehr gut, zum Glück
Etwas ausgeruht und gestärkt ging es am Nachmittag zum Film über Lourdes und der Hl. Bernadettes Leben…..
Dies war sehr interessant und hat uns einen guten Einblick gegeben!
Anschließend wurden wir vom „Guide“ „Hildegard“, die in Lourdes lebt, in Empfang genommen
und sind so an die Originalstätten aus Bernadette Soubirous’ Leben gekommen.
Bernadette am 7.1.1844 in der Mühle Boly geboren, hat mit Eltern und 8 Geschwistern (5 bereits im frühen Kindesalter verstorben) dort 10Jahre verbracht, sie konnte weder schreiben noch lesen….
bis sie bei den Schwestern von Nevers in Lourdes zum Helfen gewesen
Doch Gott und die Muttergottes suchten sich gerade dieses arme Kind für die Verbreitung der Botschaft aus
auch wenn gerade zu dieser Zeit (1858) das Cachot (Gefängnis) war ihr Zuhaus
18x erscheint ihr an der Grotte Massabielle die weiße, blaugegürtete Frau
und der Priester Peyramale wollte den Namen wissen – genau
„Ich bin die unbefleckte Empfängnis“ wurde ihr von der Frau gesagt
da hat der Priester geglaubt, dass die Erscheinungen echt sind und keinen Zweifel mehr gewagt.
Endlich darf Bernadette am 3. Juni 1858 die Hl. Kommunion empfangen
1866 ist sie dann ins Kloster der Barmherzigen Schwestern nach Nevers gegangen und sie ist nie mehr zurück nach Lourdes gekommen –
sie hat ihr Leben in großer Hingabe angenommen.
Ihr Leben war mit viel Sorgen und Leid (Knochentuberkulose) erschwert
bis ihr am 16. April 1879 mit 35 Jahren Gott die Heimkehr zu IHM gewährt.
1925 selig, 1933 heilig gesprochen lebt sie weiter an diesem Ort….
und ist nun vielen Pilgern Wegweiserin zum Heil und zu Gott
Nach der Führung hatten wir wieder „frei“ –
einige von uns besuchten am Herz Jesu Fest die Herz Jesu Kirche der Pfarrei
Dann war noch Zeit für Kaffee… Einkaufen oder weiter den Ort zu erkunden
um 18.00 Uhr hatte Gerd am Freialtar von der „Muttergottes von Guadeloupe „einen Platz zum Gottesdienst am Herz Jesu Fest gefunden.
Gottes Liebe - sein Herz für uns geöffnet - gibt uns Kraft auf den weiteren Wegen
Die Gemeinschaft mit IHM – welch ein Segen!
Danach ging es gleich wieder zum Hotel – zum Abendessen war es schon wieder Zeit
auch die Gemeinschaft miteinander hat immer wieder erfreut.
Täglich am Abend um 21.00 Uhr strömen die Menschen nochmal hinunter zum Fluss „Gave“
und singen der Muttergottes in der Lichterprozession ihr „Ave“
im sogenannten „Heiligen Bezirk“ ist alles gut organisiert, es gilt Ruhe und Disziplin
gerne sind wir da wieder am Abend hin.
Weltkirche ist hier unterwegs um Maria zu ehren
das Heil zu erflehen, den Glauben zu mehren.
3. Tag –
Am Samstag hatte der Hl. Antonius sein Fest
ein dankbares Gedenken – der uns immer alles wieder finden lässt!
Um 6.45 Uhr hat der offizielle Reisetag an der Grotte begonnen
am Herz Mariä Samstag hatten wir uns viel vorgenommen
Pfr. Greier war kurzfristig zum Hauptzelebranten von den Priestern David und Stanislaus erkoren...
ja Gerd ist einfach für diesen Dienst befähigt und „geboren“
Gottes Liebe wurde uns in den Texten näher gebracht
und wir alle waren aufmerksam und gaben acht..
Nach dem Frühstück hatten wir wieder Zeit für unsere eigenen Wünsche und Ideen
und sollten uns in Gemeinschaft wieder zum Mittagessen sehen.
Am Nachmittag waren wir zur Fahrt in die Pyrenäen eingeladen - zuerst sind wir nach Luz-Saint-Saveur gefahren
und konnten von“Nathalie“ einiges über die Templerkirche St. André (14. Jahrh.-Ort auf dem Jakobuspilgerweg) erfahren
Auch Pascal Vergez (mutiger Priester im 3. Reich) wird hier als Seliger verehrt...
im Internet sicher man noch mehr über ihn erfährt.
Dann ging es weiter zur Brücke „Napoleon“ - 65m über der Schlucht
ein Bungeespringer stürzte sich gerade in die Tiefe – Einer, der einfach den besonderen „Kick“ für sich sucht!
Unser Ziel aber war der „Cirque de Garvane“ mit Gletscher und Wasserfall zum Bestaunen im Tal..
so wie man konnte: ob Wandern oder im Cafe – schön war es überall!
Über 2 Stunden durften wir diese wunderschöne Landschaft genießen und uns dran erfreuen
unsere Wanderung sollte uns nicht gereuen!
auch etwas „kneippen“ tat den Füßen sehr gut….das Wasser war sehr kalt – es brauchte etwas Mut!
Wieder eine Stunde im Bus zurück auf kurvenreichen und engen Straßen hinaus ins Tal
der Busfahrer war Spitze – ein Applaus gebührte ihm allemal
um 19.30 haben wir wieder unser Abendessen eingenommen
und wer wollte danach bei der Lichterprozession gebetet und den Segen bekommen.
4. Tag –
Schon war es Sonntag, der 4. Tag unsrer Reise.
Nach dem Frühstück trafen wir uns um 9.30 Uhr zum Gottesdienst in der Unterkirche St. Pius X – in Kreuzesform und „Schiffsbauweise“
Der internationale Gottesdienst – zahlreiche Priester, 5 Bischöfe und Tausende von Menschen aus vielen Ländern nahmen teil…
Alle waren gekommen um Gott zu ehren und viele Kranken suchten nach Heil.
Gerd wollte nicht konzelebrieren und suchte einfach mal etwas Ruhe und wollte einfach mal „nur Pilger sein“
Er war in unserer Mitte und lud uns als „gemeinsame Gruppe“ zum Beten ein.
Der Altar war mit so wunderschönen Blumen geschmückt
wir hatten auch einen guten Platz – auch das war geglückt!
Die deutsche Sprache war nur spärlich vorhanden
Englisch, Französisch, Latein – wir haben ein bisschen nur verstanden!
Der Bischof von Arras predigte in franz. Sprache über’s Evangelium für unser Leben:
„ Gott hat uns alles umsonst gegeben – so sollen wir umsonst auch weitergeben“
Nach dem Gottesdienst war noch freie Zeit etwa eine Stunde
bis wir uns zum Mittagessen trafen uns wieder in froher Runde.
Um 14.30 Uhr hatten wir uns dann verabredet zu einem ganz besonderen Ritual
Rosenkranz betend warteten wir auf den Einlass in diesen „Saal“
unsere ganz persönlichen Anliegen, die wir mitgebracht hierher….
sollten wir aufschreiben und dann in die „Urnen“ an der Grotte einwerfen – auch wenn sie noch so schwer!
Dann wurde uns einzeln aus Krügen Quellwasser in die Hände gegossen –
erst zum Händewaschen – dann zum Gesicht erfrischen – und dann haben wir das Wasser zur „Heilung“ inwendig genossen.
Dies war für viele von uns der Ersatz für das eigentliche Bad…
denn nur wenige von uns hatten dazu wirklich die Gnad…
Auch so viele Kranken kommen nach Lourdes und suchen ihr Heil…
so nahmen manche anschließend an der Sakramentsprozession wegen der Hitze in der Unterkirche teil.
Eine Zeit stille Anbetung mit so vielen Menschen ist grandios..
ein besonderes Geschenk – der eucharistische Segen zur Heilung – die Freude war riesengroß!
Schon war es wieder Zeit zum Abendessen zu gehen…
was es wohl gibt? … ja, wir werden es gleich sehen…
und danach – ein letztes Mahl zur Lichterprozession in den „Heiligen Bezirk“ zu eilen…
wird Gott auch in uns oder in der Gruppe etwas heilen?
Es tut auf jeden Fall gut, in der Gemeinschaft mit so vielen Menschen zu beten..
Gott sieht unser Mühen - habt Vertrauen – ER wird uns segnen!
5. Tag – Abreise
Kaum zu glauben aber wahr….die Zeit in Lourdes ist schon vorbei
nach dem Frühstück – „check-out“ und Koffer in Raum 1 einschließen…
so konnten wir dann den Gottesdienst in der St. Anna-Kapelle nochmals „genießen“!
Evangelium: sie wollen Jesus zurückholen: „deine Mutter steht draußen“ - ER wird „Spinner“ genannt!
und Jesus hat nicht gegrollt – ER hat sich an seine Zuhörer gewandt….
Wer ist mir Mutter, Schwester und Bruder? Doch nur der, der den Willen Gottes tut!
„Was sagen denn die Leute?“ – den Willen Gottes zu tun – es braucht manchmal Mut!
Unsern Dank, unsere eigenen Sorgen und die Bitte um den Frieden für die Welt legten wir in die Opferschale hinein…
Gott kann es wandeln, wenn wir dazu willigen ein….
Nun erflehte Gerd noch zum Abschluss den Reisesegen,
dass Gott uns beschützt auf all unseren Wegen...
Ein Gruppenfoto wurde am Bernadette-Altar gemacht….
eine Erinnerung an wunderschöne Tage – und jeder lacht!
Wir wären gerne noch da geblieben….
Ja, Lourdes und Umgebung ist schon ein Ort zum „Verlieben“!
Mittagessen..dann um 13.30 Uhr sagten wir Lourdes „Adieu“ -dankbar und mit etwas Wehmut…doch auch die Busfahrt zum Flughafen Toulouse verlief wieder gut. Die Koffer waren recht schnell aufgegeben… doch als wir uns zum Personencheck begeben… sollten wir noch einige Überraschungen erleben…
Das Lourdeswasser im Handgepäck mitgenommen…. wurde uns sofort abgenommen!!
Alles wurde auch ganz genau nach Drogen untersucht???
wir hatten doch eine Pilgerreise gebucht??!!!
Schließlich sind dann aber doch alle durchgekommen
und haben noch eine „Stärkung“ eingenommen…
Dann ging es zum Gate 23 und nach Kontrolle von Bordkarte und Pass hinein in LH 2223
die Maschine war ausgebucht - und wir alle waren dabei
Etwas verspätet hob dann die Maschine Richtung München ab in den Himmel wolkenlos…
Die Sicht und die Freude waren riesengroß
Die Berge, die Seen… die Reise sollte über den Genfer - und Bodensee gehen…
Das Alpenpanorama einfach wunderschön anzusehen…
Mit etwas Verspätung in München gut angekommen
haben wir dann die Bahn zu den Koffern genommen…
Josef, Angela und Barbara sagten nun schon „Auf Wiedersehen“…
sie mussten Richtung Heimat andere Wege gehen…
Wir mussten jetzt sehen, wie der Busfahrer uns finden kann….
Nach dem rechten Weg nun die Suche begann.
Etwas mühsam – aber letztlich ist es gelungen und der Bus war für uns da….
Gerade als man die untergehende Sonne noch für einen Moment sah….
Ein Abendgebet sollte all unseren Dank in uns wecken…
denn wir konnten genießen – ganz ohne größere „Schrecken.“..
Die Heimreise ist Dank Jürgen Schmitt wunderbar verlaufen… in der Raststätte Feucht konnten wir uns noch was zu essen/trinken kaufen….
Um 1.15 Uhr fuhren wir auf dem Jukuz-Parkplatz ein…
ein herzliches „Merci“ an Gott und „Au revoir“ musste nun sein…
Denn die Nacht war kurz und jeder war müde, erleichtert und froh…und wollte nur heim.
Ja diese Pilgerreise hat sicher allen gut getan….
Ich denke, wir zehren noch lange daran…
„Ein Danklied sei dem Herrn für alle seine Gnade, er waltet nah und fern, kennt alle unsere Pfade; ganz ohne Maß ist seine Huld und allbarmherzige Geduld. Gib dich in seine Hand mit innigem Vertrauen, sollst nicht auf eitel Sand, auf
echten Felsen bauen, dich geben ganz in Gottes Hut, und sei gewiss, er meint es gut „ GL 382,1+5
Ein herzliches „Dankeschön“ der Begleitung von Gerd mit all seinen Ideen und seiner Sorge für uns in diesen Tagen…
so ist die Gemeinschaft gestärkt, haben wir vielleicht sogar Heilung erfahren?.. und können uns so wieder in den Alltag wagen….
Ein herzliches „Vergelt’s Gott“ all denen, die dazu beigetragen durch Pilgerheft und weitere Planung...und auch unterwegs nach allen geschaut…
und mit der Technik uns machten vertraut…
Gerne sind wir wieder dabei im nächsten Jahr…
so Gott will – das ist doch klar!
im Juni 2026
Margarete Rothaug







