Was für ein schöner Text der deutschen Lyrikerin Hilde Domin, die das Wunder ins Zentrum stellt und dabei in ihrem Leben so viel Leid und Elend und zugleich Neuanfänge erfahren hat, ins Exil musste und wieder nach Deutschland zurückkehrte.
So viel Vertrauen steckt in diesem Text, dass wir mit Wundern rechnen dürfen. Und da kommt es auf zwei Dinge an: nicht müde werden, sondern dranbleiben und mit wachen, offenen Augen durch die Welt gehen, die damit rechnen, dass es mitten im Alltag immer wieder Momente gibt, die den Himmel ein bisschen öffnen, die damit rechnen, dass etwas anders wird, sich verändern kann zum Guten, neue Ideen und Perspektiven entstehen.
Die Bibel ist voller Wunder, in denen Menschen heil werden, aufgerichtet, sehend, satt, lebendig, gesehen, gewürdigt.
Wie wäre es, mit diesem Text die Einladung anzunehmen, auf die kleinen Spuren, die kleinen Wunder mitten im Alltag zu achten und damit unsere Hoffnung, das Vertrauen, die Liebe und Zuversicht zu nähren?
Christine Seufert
Pastoralreferentin

