Liebe Leserinnen und Leser,
Vögel tun sich zu einem Chor zusammen.
Jesus steht auf.
Viele andere machen es ihm nach.
Herzen tauen.
Alte Schuld ist begraben.
Jemand sät Zukunft.
Das Braun der Erde wird wieder grün.
Totgeglaubte Hoffnung treibt Blüten.
Das Brot ist warm und schmeckt nach Leben.
Wer hat, gibt:
Für Dich. Für Dich. Für Dich ...
Susanne Niemeyer
Vielleicht klingt diese in den Alltag übersetzte Osterbotschaft erst einmal ungewöhnlich und fremd. Mich hat sie angesprochen und angerührt, weil in ihr so viel Kraft und Energie steckt. Aufbruchsstimmung, Neu-Werden, Lebendigkeit, Hoffnung. Nichts anderes feiern wir durch die Karwoche hindurch auf Ostern zu. Im Zeitraffer gehen wir durch Höhe- und Tiefpunkte des Lebens vom Palmsonntag bis in die Osternacht.
Wir hören die Botschaft in menschliche Zerrissenheit hinein. Wir erleben und erfahren, was uns nährt, wenn das Leben schwierig wird, die Angst einzieht, Sorgen groß werden. Wir halten Tod und Trauer aus, weil dahinter schon ein bisschen vom Licht von Ostern durchschimmert.
Und in der Osternacht hören und feiern wir einen Durchzug durch die Heilsgeschichte Gottes mit den Menschen, der in der Auferstehung gipfelt.
Wir feiern, dass Gott da ist und unser Leben will, mit allem was ist. Ich wünsche Ihnen, dass Ostern unseren Alltag belebt und die Botschaft von der Auferstehung unser Leben bunt und farbig macht, es Hoffnung gibt, Licht wird, wenn es dunkel ist und Zuversicht als Lebensfrucht reifen kann.
Christine Seufert
Pastoralreferentin





