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Pfarrgemeinde Herz Jesu Bad Kissingen

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Herz-Jesu-Kirche, Bad Kissingen

Herz Jesu Stadtpfarrkirche

Von‑Hessing‑Straße 8 * 97688 Bad Kissingen

Die katholische Hauptkirche der Kurstadt wurde von 1881 bis 1884 als neue Pfarrkirche an ihrem heutigen Platz errichtet und trat die Nachfolge der Jakobuskirche an, welche später den Herz Jesu-Missionaren anvertraut wurde.

Im vorherigen Jahrhundert gab es keinen einheitlichen Baustil. Man sah wiederholt in den französischen und rheinischen Kathedralen das erstrebenswerte Vorbild. So ist auch diese dreischiffige Basilika neugotisch aus weißen Sandstein nachempfunden. Die Länge der Kirche beträgt 70 Meter und die Breite 20 Meter. Die Innenfläche hat 1200 qm. Die Kirche faßt rund 4000 Personen (ohne Bestuhlung).

Ihr 60 Meter hoher Turm ist für den Beschauer, vor allem von den umliegenden Höhen aus, ein unübersehbares Wahrzeichen der Stadt. In den Jahren 2002 und 2003 wurde das Gotteshaus einer umfassenden Sanierung unterzogen und erstrahlt seitdem wieder in prächtigem Glanz.

Am 31. August 1884 wurde die Kirche auf den Namen Herz Jesu vom Würzburger Bischof Dr. Franz Josef Stein geweiht.
 

Regelmäßige Gottesdienste:

Montag:       in der Winterzeit:
                     8:30 Uhr die Messe mit Aussetzung
                     anschließend Beichtgelegenheit

Donnerstag:   8:30 Uhr Messfeier
                      13:00 Uhr Eucharischische Anbetung
                      16:30 Uhr - 17:30 Uhr Beichtgelegenheit
                      18:30 Uhr - 19:00 Uhr Friedensgebet

Freitag:         18.30 Uhr Messfeier

Samstag:      16:30 - 17:00 Uhr Segenszeit
                      18.00 Uhr Vorabendmesse

Sonntag:       10.00 Uhr Messfeier
                       17.00 Uhr Messfeier

Der Turm beherbergt ein historisch wertvolles Geläute aus sechs Glocken, welche das schwerste und tontiefste Ensemble nicht nur des Pastoralen Raums, sondern des gesamten Landkreises Bad Kissingen bilden.

Das Geläute wird anhand einer differenzierten Läuteordnung, die im Jahr 2003 von Andreas Bohatsch (ist seit Kindesbeinen an in der Herz Jesu-Pfarrei und seit einigen Jahren auch als Wortgottesdienstleiter im pastoralen Raum vielseitig engagiert) erstellt wurde, den Kirchenjahreszeiten anpassend eingesetzt.

Das volle Geläute aller sechs Glocken ist nur den höchsten Feiertagen sowie besonderen Anlässen vorbehalten.

Tonfolge:h°-dis`fis`-gis`-ais`-h`(ErweitertesSalveRegina-Motiv)

1. Herz Jesu Glocke

Ton: h°;
Gewicht: 2.573 kg;
Durchmesser: 163 cm;
gegossen 1884
von Friedrich Klaus in Heidingsfeld.

Inschrift: „Herz Jesu sei gepriesen / mit vollem Jubelton / selig die dich erkiesen / groß ist ihr ewiger Lohn.“

Freitags erinnert die Glocke um 15:00 Uhr an die Sterbestunde Christi.
 

2. Jakoubus-Glocke

Ton: dis`;
Gewicht: 1.306 kg;
Durchmesser: 129 cm;
gegossen 1858
von den Gebr. Lotter in Bamberg;
hing bis 1884 in der Jakobuskirche.

Inschrift:
„Baldernst,baldfreudigistmeinKlang.DemTäufling rufend zum ersten Gang. Dir Braut zu schließen heil`ge Band.DenChristzuruh`nimVaterland.IchklagebeidesFeuers Brande. Ich rufe Dir, oh folge mir.“

 

Das Geläute wird anhand einer differenzierten Läuteordnung, die im Jahr 2003 von Andreas Bohatsch (ist seit Kindesbeinen an in der Herz Jesu-Pfarrei und seit einigen Jahren auch als Wortgottesdienstleiter im pastoralen Raum vielseitig engagiert) erstellt wurde, den Kirchenjahreszeiten anpassend eingesetzt.

Das volle Geläute aller sechs Glocken ist nur den höchsten Feiertagen sowie besonderen Anlässen vorbehalten.
 

3. Marien-Glocke.

Ton: fis`;
Gewicht: 776 kg;
Durchmesser: 108 cm;
Gussjahr und Gießer wie II,
hing mit ihr zusammen bis 1884 in der Jakobuskirche.

Diese Glocke wurde zu Ehren der unbefleckten Empfängnis, der seligen Jungfrau Maria, aus freiwilligen Spenden der Kissinger Bürger gegossen.
Sie trägt zwischen reicher gotischer Ornamentik auch ein Bild der Gottes-mutter Maria und das Wappen der Stadt Bad Kissingen.

Täglich um 07:00 Uhr, 12:00 Uhr und 18:00 Uhr übernimmt diese Glocke das Angelusläuten.
 

4. Josefs-Glocke.

Ton: gis`;
Gewicht: 500 kg;
Durchmesser: 93 cm;
Gussjahr und Gießer wie I.

Inschrift: „SeiunsBeschützerimmerdar,anLeibundSeelunsstetsbe-wahr; komm uns zu Hilf in jeder Not und steh zur Seite uns beim Tod.“
 

5. Wendelinus-Glocke.

Ton: ais`;
Gewicht: 350 kg;
Durchmesser: 83 cm; Gussjahr und Gießer wie I und IV.

Inschrift: „Sankt Wendelin, sei hoch geehrt, von Gott im Himmel hell verklärt,ichrufeslautvomTurmherab,schützViehundFeld vor Seuch und Schad.“
 

6. Andreas-Glocke.

Ton: h`;
Gewicht: 310 kg;
Durchmesser: 80 cm;
Gussjahr und Gießer wie I, IV und V.

Inschrift: „HeiligerAndreas,bittefüruns,dasswirwürdigwerdenderVer-heißungen Christi.“

Diese Glocke besorgt im Anschluss an das abendliche Angelusläuten der Marienglocke das Allerseelengedenken.

Andreas Greubel

Marienkapelle, Bad Kissingen

Marienkapelle

Kapellenstraße 17 * 97688 Bad Kissingen

An dem sagenumwobenen Liebfrauensee könnte schon in vorgeschichtlicher Zeit eine Siedlung und vielleicht ein Quellenheiligtum bestanden haben. Im 14. Jahrhundert wird eine Kapelle außerhalb der Mauern erwähnt.

Zu der Kapelle zogen in alter Zeit Prozessionen aus den früheren Filialorten, vielleicht weil sie die erste Pfarrkirche war. Sie galt aber auch als Wallfahrtskirche. So kamen Wallfahrten auch von weiter entfernten Orten hierher. Die Gemeinden Kleinbrach und Hausen erfüllen noch heute am „Opferdonnerstag“ nach Mariä Lichtmess ein Gelöbnis zum Dank dafür, dass sie in der Pestzeit 1635 von der Seuche verschont blieben. Am Sonntag nach Lätare, dem „Reichswaldtstag“, fand früher von der Pfarrkirche aus eine Prozession zur Marienkapelle statt, weil der schwedische Angriff unter dem Oberst Reichswaldt 1645 abgewehrt worden war.

Öffnungszeiten:

Ab Palmsonntag, 29. März 2026, hat die Marienkapelle wieder täglich für Sie geöffnet.

Im Turm hängt eine 310 kg schwere Glocke aus dem Jahre 1478, abgestimmt auf den Ton c``.
Sie wurde von Klaus Zeitlos in Schweinfurt gegossen und war bis vor einiger Zeit vom Kircheninneren aus mit einem Strick bedienbar.

Aus baufälligen Gründen kann sie jedoch aktuell nicht mehr geläutet werden.

Andreas Greubel

Jakobuskirche, Bad Kissingen

Jakobuskirche

Kirchgasse 9 * 97688 Bad Kissingen (Altstadt)

Zur Geschichte:

Bis 1884 war diese Kirche Pfarrkirche. Im Mittelalter war der Jakobustag (25. Juli ) als Fest des Kirchenpatrons der jährliche hohe Festtag der Bürger- und Stadtrechte Kissingens.
Kaiser Ludwig der Bayer hatte der Stadt, zugleich mit dem Jakobimarkt, das „Kaiserlich freie Jakobsgericht“ verliehen: über Vergehen, die innerhalb zwei Wochen nach diesem Fest geschehen waren. Am Jakobsgerichtstag führten die Lateinschüler ein Schauspiel auf.

Heute ist die Jakobuskirche, in den Gassen der Altstadt versteckt, nur von dem Platz vor dem Rathaus in ihrer ganzen Größe zu sehen. Es ist wohl anzunehmen, dass hier schon im 12. Jahrhundert eine Kirche stand. 1286 ist vom Neubau einer der Mutter Gottes und dem Apostel Jakobus geweihten Kirche die Rede. Dabei wird auch ein Pfarrer Konrad erwähnt.

Der fünfgeschossige Turm stammt aus dem frühen 14. Jahrhundert. Darin befand sich der Altarraum der alten Kirche, mit Kreuzrippengewölben, die jetzt verdeckt sind, und spitzbogigen Fenstern mit Vierpaßmaßwerk. Heute dient der Raum als Sakristei. Die Schallfenster des Turmes haben nachgotisches Masswerk. Um- und Neubauten des Langhauses sind aus der Zeit 1509, um 1600 und 1629 bezeugt. Die Kirche war bisweilen so baufällig, dass Lebensgefahr bestand. Sogar nach einem Neubau um 1629 fiel während eines Gottesdienstes ein Stein von der Decke herab. Aus den Akten geht hervor, dass die Bauschäden immer nur notdürftig behoben wurden. Wahrscheinlich war das Mauerwerk wenig solide in Lehmbauweise ausgeführt. Ein anderer Grund für den schlechten Zustand war die Unklarheit, wer die Baulast zu tragen habe, die bischöfliche Behörde, die Stadt oder auch die verschiedenen Filialgemeinden. Nach mehreren vergeblichen Restaurierungsversuchen wurde das Schiff der Kirche abgerissen unter der Leitung des Würzburger Hofkammerrates Joh. Phil. Geigel von 1767- 1775 neu gebaut.
 

regelmäßig Gottesdienste:

In der Sommerzeit:
montags: 8:30 Uhr
Messfeier mit Aussetzung

Außerdem ist die Jakobuskirche ist täglich für das persönliche Gebet geöffnet.

Der fünfgeschossige Turm stammt aus dem frühen 14. Jahrhundert und birgt ein komplett historisches Dreiergeläut in der Tonfolge d``-e``-a``:
 

1. Elfuhr-Glocke

Ton: d``;
Gewicht: 300 kg;
Durchmesser: 79 cm;
gegossen im 15. Jahrhundert.
 

2. St. Michaels-Glocke

Ton: e``;
Gewicht: 110 kg;
Durchmesser: 79 cm;
gegossen 1921 von Johann Hahn in Landshut.
 

3. Hahnen-Glocke

Ton: a``;
Gewicht: 61 kg
Durchmesser: 46,5 cm;
gegossen 1727.
 

Andreas Greubel

Gremien

Elisabeth Betz
Daniela Büttner
Dorothea Geßner
Lorenz Gradl
Peter Kaidel
Heiko Nieland
Hubertus Petrik
Brigitte Wolf
Dorothea Geßner
Helmut Gollas
Katharina Heckelmann-Kuhn
Jürgen Hessler
Barbara Hoßfeld
Vivian Kaiser
Chiara Petrik
Marcel Seidler
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