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Pfarrgemeinde St. Vitus - Ramsthal

Pfarrkirche Ramsthal

Pfarrkirche St. Vitus

Kirchgasse 13 * 97729 Ramsthal

Die genaue Entstehungszeit der Kirche ist unbekannt. Der Unterbau des jetzi-gen, romanischen Kirchturms stammt aus dem 12. bzw. 13. Jahrhundert, der untere Teil aus der Zeit zwischen 1000 und 1250. Unter dem Würzburger Fürstbischof Julius Echter von Mespelbrunn wurde im Jahr 1600 der Kirch-turm erhöht. Im darauffolgenden Jahr erhielt das Gotteshaus mit dem Bau eines Langhauses seine heutige Form. 15 Jahre später wurde die Kirche erweitert. 1679 wurde die Kirche durch ein Feuer bis auf die Grundmauern und den Kirchturm zerstört. Ein Neubau erfolgte im Jahr 1778. Die heutige Kirche wurde in den Jahren 1959 und 1960 errichtet und im Mai 1960 von Bischof Josef Stangl geweiht.

Im Jahr 1985 fand eine umfangreiche Renovierung der Kirche statt.
1997 wurde eine neue Orgel eingebaut
und 1999 die Außenanlagen der Kirche renoviert.

Erneute Renovierung der Kirche (Umgestaltung zu einer Weg-Kirche) im Jahr 2009.

Der Turm beherbergt ein sehr edel klingendes Parsival-Geläute 
in der Tonfolge f`-as`-b`-des``:

 

1. Dreifaltigkeits-Glocke

Ton: f`; Gewicht: 885 kg;
Durchmesser: 117,5 cm
Inschrift: „Benedicta sit Sancta Trinitatis“ –

„ Gepriesen sei die heiligste Dreifaltigkeit.“

Bildnis: Gnadenstuhl
 

2. Muttergottes-Glocke

Ton: as`;
Gewicht: 503 kg;
Durchmesser: 98,2 cm;
Inschrift: „Maria in caelum assumpta.“ -

„ Maria aufgenommen in den Himmel.“
 

Bildnis: Auffahrt Mariens in den Himmel
 

3. Josefs-Glocke

Ton: b`;
Gewicht: 362 kg;
Durchmesser: 87,5 cm;
Inschrift: „Sancte Josef, ora pro nobis.“ -

„Heiliger Josef, bitte für uns.“

Bildnis: Josef mit Jesuskind.
 

4. Vitus-Glocke

Ton: des``;
Gewicht: 210 kg;
Durchmesser: 73,3 cm;
Inschrift: „St. Vitus – Patrone ecclesia.“ -

„Heiliger Vitus – Patron der Kirche.“

Bildnis: Vitus mit Ölkessel.
 

Alle vier Glocken wurden 1960 bei den Gebr. Bachert  in Bad Friedrichshall-Kochendorf gegossen.
 

Andreas Greubel

Bergkapelle (Marienkapelle)

Sie liegt frei im Wald auf dem Marienberg oberhalb des Ortes.

Bereits Anfang der 1870er Jahre versprachen die Ramsthaler Männer, die am Deutsch-Französischen Krieg von 1870/71 teilgenommen hatten, nach gesunder Rückkehr aus dem Krieg eine Lourdeskapelle in ihrem Heimatort Ramsthal zu errichten. Aus unbekanntem Grund kam es nicht zur Umsetzung dieses Gelübdes.

Zur Umsetzung kam der Kapellenbau schließlich durch Kaspar Wahler, der nach Amerika ausgewandert war und sich auf Urlaub in seinem Heimatort Ramsthal befand. Kaspar Wahler, der an Nervenkrämpfen litt, betete täglich am Standort der späteren Kapelle; offenbar befand sich hier vor ihrem Bau bereits ein Marienbildnis. Als er kurz darauf von seinem Nervenleiden geheilt war, stiftete er von seiner Heimat Amerika aus einen hohen Geldbetrag zum Bau der Kapelle.

Ein Kostenvoranschlag des Ramsthaler Maurers Adam Wahler vom September 1888 lautete auf 1.040,72 Goldmark. Der Ramsthaler Johann Kraus und seine vier Söhne in Eltingshausen brachen Steine als Baumaterial für die Kapelle; Andreas Liebenstein fertigte das Turmkreuz an. Im Mai 1890 bat der Ramsthaler Pfarrer A. Heller beim Bischöflichen Ordinariat erfolgreich um die Erlaubnis, die Kapelle weihen zu dürfen.

Von der Ramsthaler Ortsmitte aus führt ein Weg an Kreuzwegstationen vorbei hinauf zur Kapelle am Waldrand.

Die beiden Glocken im Türmchen (Töne f`` und es```) werden vom Inneren der Kapelle aus mit einem Strick bedient:
 

1. Glocke

Ton: f``;
Durchmesser: 40 cm;
Höhe: 36 cm;

besteht aus Eisenhartguss
und wurde bei den Gebr. Ulrich & Weule in Bockenem gegossen.

 

2. Glocke

Ton:es```;
gegossen 1960
von den Gebr. Bachert in Bad Friedrichshall-Kochendorf.

 

Andreas Greubel

Gremien

Frank Biegner
Felix Leuze
Dieter Simon
Bernahrd Sixt
Ralf Herre
Elke Leuze
Edwin Meztler
Elisabeth Müller
Anita Sixt
Annette Sixt
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