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Pfarrei Mariä Himmelfahrt Sulzthal

Pfarrkirche Mariä Himmelfahrt

Kirchplatz 1 * 97717 Sulzthal

Der Vorgängerbau der heutigen Sulzthaler Kirche entstand möglicherweise bereits im 12. Jahrhundert. Im Jahr 1612 wurde diese dem heiligen Cyriakus geweihte Vorgängerkirche erweitert und, vermutlich nach einem Brand am 13. Juli 1664, im Jahr 1674 durch einen Neubau ersetzt, der am 11. September 1680 durch den Würzburger Weihbischof Stephan Weinberger geweiht wurde. In dieser Phase entstand der Turm der Kirche.

Im Jahre 1804 erfolgte durch Anton Wüst ein Umbau der Kirche, der sich auf Langhaus und Chor erstreckte. Die Altäre, der Beichtstuhl und der inzwischen im Würzburger Diözesanmuseum befindliche Rokokoschrank der Sakristei wurden aus dem Kloster Oberzell, die Kanzel und eine Orgel aus dem Kloster Heidenfeld übernommen. Seit der Zeit des Umbaus, in dessen Rahmen ein Altarbild von Mariä Aufnahme in den Himmel angebracht wurde, trägt die Kirche ihr heutiges Patrozinium.

1958 wurden eine Turmuhr, ein elektrisch gesteuertes Geläute und eine neue Orgel installiert, 1968/69 folgten eine zweite Sakristei und eine Heizung.

Im Zeitraum von 1992 bis 1997 erfolgte eine umfassende Sanierung der Innenausstattung
 

Vier wohlklingendeGlockenimPräfations-Motiv(fis`-a`-h`-cis``)

rufen die Gemeindemitglieder zu Gottesdienst und Gebet:
 

1. Marien-Glocke

Ton:fis`;

gegossen 1981 von den Gebr. Bachert
in Bad Friedrichshall-Kochendorf.
Inschrift: „Königin des Himmels, bitte für uns.“

 

2. Cyriakus-Glocke

Ton: a`; Höhe: 76 cm;
Durchmesser: 93 cm;
gegossen 1682
von Sebald Kopp in Würzburg.

Inschrift:
„In honorem Sancti Cyriaci fusa est haeg campana Sulzthal.

Sebald Kopp goss mich in Wurtzburg 1682.“ -
„Zu Ehren des heiligen Cyriakus ist diese Glocke gegossen.“
 

3. Sebastianus-Glocke

Ton: h`;
gegossen wie I.

Inschrift:
„Heiliger Sebastianus, Zuflucht der bedrängten Landleute, bitte für uns.“

 

4. Kriegergedächtnis-Glocke

Ton: cis``;
Höhe: 67 cm;
Durchmesser: 72 cm;
gegossen 1925
von Meister Störmer in Erfurt.

Inschrift:
„Den Kriegsteilnehmern des Weltkrieges 1914 – 18 aus der Gemeinde Sulzthal gewidmet.“

Auf der anderen Seite ist ein Radwappen angebracht und die Inschrift:
„1925 gegossen von Meister Störmer zu Erfurt.“
 

Andreas Greubel

Kreuzkapelle Sulzthal

Heilig-Kreuz-Kapelle

Wasserlosener Str. 1 * 97717 Sulzthal

Der Sage zufolge rastete der heilige Kilian auf seinem Zuge von Würzburg zum Kreuzberge auf dem Platze, wo die heutige Kapelle steht. Dort soll eine Quelle entsprungen sein. Am Rand der Mündung sei aus einem Rosenbusch ein Kreuz herausgewachsen.

Von dieser Zeit an, so sagt man, habe die Quelle eine wundertätige Kraft besessen und die Gebete der Gläubigen wurden vielfach erhört. Daraufhin wurde an dem Wunderort eine Kapelle erbaut. Zu Ehren des Heiligen Kreuzes nannte man diese „Heiligkreuzkapelle vom Rosenbusch“. Erstmals wurde die Heilig-Kreuz-Kapelle am 16. Mai 1451 urkundlich erwähnt. An diesem Tag gewährte Kardinal Nikolaus, der päpstliche Legat für Deutschland, im Zusammenhang mit seinem Besuch der Kapelle am 14. September des Jahres einen hunderttägigen Ablass. Weite Ablässe folgten bis ins 19. Jahrhundert. Das Kirchlein wurde immer beliebter und entwickelte sich zu einem beliebten Wallfahrtsort. Erst mit dem Dreißigjährigen Krieg blieben die Gläubigen aus und die Pilgerstätte verlor ihre Bedeutung. Dem Umstand, dass das Bächlein austrocknete, schrieb man den Zigeunern zu, die ihre Windeln darin wuschen. Im Jahre 1711 wurde die Kapelle vergrößert und in den folgenden Jahren auch im Innern immer wieder neu ausgestattet. Es fanden regelmäßig Gottesdienste dort statt.

Ab der Säkularisation Anfang des 19. Jahrhunderts wollte man das Gebetshäuschen eingehen lassen. Dies stieß bei den Sulzthaler Bürgern auf Widerstand. Sie kämpften um den Erhalt der Kapelle. Schließlich ersteigerten sie das Gebäude und die Kapelle ging Anfang 1800 in Besitz der Gemeinde Sulzthal ein. Im Rahmen der Wiedereröffnung am 14. November 1810 erfuhr die Kapelle im Laufe der Zeit umfangreiche Renovierungsarbeiten.

Seit den 1960er Jahren vermehrten sich die Anzahl der Einbrüche in der Kapelle, daraufhin sicherte man alle wertvollen Gegenstände in der Pfarrkirche Sulzthal. In der Zeit von 1987 und 1991 fand durch den Markt Sulzthal eine umfangreiche Generalsanierung statt. Zwischen Ostern und Allerheiligen ist die Kapelle an Sonn- und Feiertagen geöffnet. Speziell für kirchliche Trauungen erfreut sich das Kirchlein immer mehr Beliebtheit.

Im Türmchen hängen zwei Glöckchen in den Tönen as`` und c```, welche vom Innenraum aus per Strick geläutet werden können:
 

1. Glocke

Ton: as``; Gewicht: 464,5 kg;
gegossen 1951
von den Gebr. Lotter in Bamberg.

 

2. Glocke

Ton: c```;
Gießer ist nicht bekannt, da die Glocke sehr alt ist.

 

Andreas Greubel

Lourdes- oder Triekapelle

Sie liegt auf dem Trieberg in 97717 Sulzthal und ist über den Waldweg „Am Triebberg“ bzw. den dortigen Fünf-Wunden-Weg zu Fuß erreichbar

Die Kapelle befindet sich auf dem Sulzthaler Triebberg, deshalb auch der Name Triekapelle.
Der Sulzthaler Kaspar Osmund Schmitt und dessen Ehefrau Margarethe haben das Kleinod im Jahre 1895 gestiftet. Das kinderlose Ehepaar soll die Gottesmutter so verehrt haben, dass die Beiden das Gebetshaus zu Ehren der Jungfrau von Lourdes haben errichten lassen. Die Ehrfurcht ging sogar soweit, dass der Stifter eigens in Lourdes geweihtes Wasser in Steinkrügen nach Sulzthal in die Kapelle bringen ließ. Eine Gedenktafel im Innern des Kirchleins erinnert den Besucher an die Einweihung am 10. Dezember im Gründungsjahr.

Die Gegend um die Kapelle war zur Entstehungszeit noch unbewaldet. Im Laufe der Zeit wurden am Gebäude Fenster und Dach neu saniert.
Anno 1999 bekam die Kapelle unter Leitung von Kirchenpfleger Josef Weingart eine frische Außenfassade.

Auch heute noch suchen viele Gläubige den Andachtsort auf um im Gebet Hilfe bei der Gottesmutter zu erbitten.

Zur Kapelle führt ein Weg, der mit den fünf Wundmalen Jesu Christi ausgestattet ist.

Die Sulzthaler Jäger stifteten im Jahr 1981 die „Hubertus-Glocke“,
welche bei den Gebr. 
Bachert in Bad Friedrichshall-Kochendorf gegossen wurde.

Sie erklingt im Ton „c```“ und ist vom Innenraum aus mit einem Strick läutbar.

Eine Einladung an jeden Wanderer und Pilger zu Lobpreis sowie Bitt- und Dankgebet an unseren allmächtigen Schöpfer.
 

Andreas Greubel

Gremien

Petra Hesselbach
Rita Rudloff-Seufert
Ralf Ruppert
Erich Schießer
Johannes Büttner
Ines Neder
Alexandra Sachs
Irmina Schießer
Heike Tremer
Hubert Tremer
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