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Ostersonntag im Jahreskreis (A)

Hausgottesdienst, 05. April 2026

Lied:

Das ist der Tag, den Gott gemacht
(GL 329)
 

Einleitung

Christus ist auferstanden. Ja, er ist wahrhaft auferstanden.
Halleluja!
Mit diesem österlichen Freudenruf grüße ich Sie an diesem Ostersonntag. Nach Leiden und Tod des Herrn hat große Unruhe die Jünger und den Freundeskreis Christi erfasst. Das Grab ist leer. Gerüchte machen die Runde: Er soll gesehen worden sein. Aber in einer ganz anderen Weise als früher: Er lebt als jemand, der den Tod besiegt hat und auferstanden ist. Und bald kommen die ersten Zeugen: Maria von Magdala, die den Jüngern verkündet: Ich habe den Herrn gesehen. Diese österliche Freude wird bis heute verkündet. Christus ist auferstanden und hat uns eingeladen mit ihm zu feiern. Grüßen wir den auferstandenen Herrn in unserer Mitte: 
 

Kyrie-Ruf

Herr Jesus Christus, du bist vom Himmel herab gekommen, weil du uns Menschen liebst.
Kyrie eleison

Herr Jesus Christus, du hast Leiden und Tod auf dich genommen, weil du uns Menschen liebst.
Christe eleison

Herr Jesus Christus, du hast dem Tod die Macht genommen, weil du uns Menschen liebst.
Kyrie eleison.
 

Gebet

Allmächtiger, ewiger Gott, am heutigen Tag hast du durch deinen Sohn den Tod besiegt und uns den Zugang zum ewigen Leben erschlossen. Darum begehen wir in Freude das Fest seiner Auferstehung. Schaffe uns neu durch deinen Geist, damit auch wir auferstehen und im Licht des Lebens wandeln. Darum bitten wir durch Jesus Christus.
Amen.
 

Evangelium (Joh 20, 1-9)

Am ersten Tag der Woche kam Maria von Magdala frühmorgens, als es noch dunkel war, zum Grab und sah, dass der Stein vom Grab weggenommen war. Da lief sie schnell zu Simon Petrus und dem anderen Jünger, den Jesus liebte, und sagte zu ihnen: Sie haben den Herrn aus dem Grab weggenommen und wir wissen nicht, wohin sie ihn gelegt haben. Da gingen Petrus und der andere Jünger hinaus und kamen zum Grab; sie liefen beide zusammen, aber weil der andere Jünger schneller war als Petrus, kam er als Erster ans Grab. Er beugte sich vor und sah die Leinenbinden liegen, ging jedoch nicht hinein. Da kam auch Simon Petrus, der ihm gefolgt war, und ging in das Grab hinein. Er sah die Leinenbinden liegen und das Schweißtuch, das auf dem Haupt Jesu gelegen hatte; es lag aber nicht bei den Leinenbinden, sondern zusammengebunden daneben an einer besonderen Stelle. Da ging auch der andere Jünger, der als Erster an das Grab gekommen war, hinein; er sah und glaubte. Denn sie hatten noch nicht die Schrift verstanden, dass er von den Toten auferstehen müsse. 
 

Gedanken zum Evangelium

„Kaum zu glauben, aber wahr!“ Diese Redewendung gebrauchen wir im Alltag, wenn wir erstaunt über etwas sind, das scheinbar fraglich, falsch oder zweifelhaft erscheint, aber trotzdem der Wahrheit entspricht. Auch wenn uns unerwartet Überraschungen widerfahren, ganz ungewöhnliche Tatsachen oder Phänomene begegnen, wenn wir mit merkwürdigen Dingen konfrontiert werden, dann bleibt uns manchmal vor Staunen der Mund offen stehen. Es verschlägt uns die Sprache. Es bringt uns aus der Fassung. Kaum zu glauben, aber wahr.
Heute werden wir im Evangelium mit einem solch erstaunlichen Ereignis konfrontiert. Der Evangelist Johannes berichtet von Maria von Magdala, die sich voller Trauer über den Tod Jesu und tief bewegt über die Ereignisse der letzten Tage frühmorgens in der Dunkelheit auf den Weg zum Grab macht. Als sie sieht, dass der Stein vom Grab weggenommen wurde, traut sie ihren Augen nicht. Angst, Zweifel, Fassungslosigkeit, Wut – all diese Gedanken und Gefühle kommen Maria beim Anblick des weggerollten Steins in den Sinn. Sie kann es nicht glauben. Schnell läuft sie zurück und holt Petrus und den Lieblingsjünger Jesu zu Hilfe. Doch auch diese begreifen erst nicht, welch wundersames Ereignis sich zugetragen hat. Erst als sie in das Grab hineingehen und die Leinenbinden und das Schweißtuch sehen, beginnen sie zu glauben, dass Jesus wirklich von den Toten auferstanden ist. Ähnlich verhält es sich mit Maria. Selbst als sie die beiden Engel erblickt, versteht sie noch nicht, was passiert ist. Erst als sie den Auferstandenen erblickt und dieser sie mit ihrem Namen anspricht, glaubt sie. 
Und wir? Wie würden wir uns verhalten, wenn wir so etwas erleben würden, etwas, das völlig unerklärlich wäre, unberechenbar, unglaublich? Und wie reagieren wir, wenn etwas Unerwartetes und Unfassbares passiert? Möchten wir nicht alles vorhersehen und berechnen? Muss nicht alles bis ins letzte Detail geplant, müssen Abläufe nicht perfekt strukturiert und vorbereitet werden, damit das Potenzial voll ausgeschöpft wird und dass ja keine bösen Überraschungen passieren? Die Hochzeitsfeier etwa, die über Monate hinweg akribisch durchorganisiert wird, der Businessplan, der auf die perfekte Karriere abzielt, der Traumurlaub, der keine Sehenswürdigkeit auslässt, die optimale Altersvorsorge, tägliche To-Do-Listen, Fitness- und Ernährungspläne und vieles mehr. Alles ist scheinbar perfekt durchdacht und doch passiert es nicht selten, dass es ganz anders kommt als geplant. Ein plötzlicher Schicksalsschlag, eine globale Krise, eine unerwartete Krankheit – und schon ist der scheinbar perfekte Plan dahin. Doch es gibt auch schöne Überraschungen: eine zufällige Begegnung, ein nicht geplantes Wiedersehen nach langer Zeit, neue unbekannte Erkenntnisse oder Bekanntschaften. Erfahrungen wie diese führen uns immer wieder vor Augen, wie unvorhersehbar und unberechenbar diese Welt doch ist.
Aber einer hat einen perfekten Plan: Gott. Er ist es, der alles lenkt. Nicht wir Menschen. Mit dem Leiden und Sterben seines eigenen Sohnes ist scheinbar alles zu Ende: Schluss, aus und vorbei. Doch dann nimmt alles eine unglaubliche und völlig unerwartete Wendung. So wie Maria und die Jünger fassungslos am leeren Grab stehen, stehen auch wir im Leben manchmal voll Erschütterung und Zweifel da. Aber mit Gottes Hilfe geht es immer weiter. Unser Glaube an ihn und seine väterliche Liebe kann alles verändern. Scheinbar unerklärlich und doch so entscheidend.
Kaum zu glauben, aber wahr! Jedes Mal zeigt sich uns an Ostern, wie wunderbar Gottes Plan und seine Liebe ist. Durch die Auferweckung seines Sohnes von den Toten hat er unserem Leben einen neuen Sinn gegeben. Er hat uns gezeigt, dass der Tod nicht das Ende, sondern vielmehr der Anfang ist. Daran zu glauben, fällt uns manchmal schwer. Und doch können wir darauf vertrauen, dass auch wir – so wie Jesus Christus – ewig leben werden bei Gott. 
Bei aller Rationalität, aller Berechenbarkeit und allen Vorhersagen: Öffnen wir unser Herz immer wieder neu für diese frohe, österliche Botschaft. Und möge uns der Glaube an die Auferstehung in so manchen schwierigen Situationen Kraft, Mut und Hoffnung schenken. Denn dann ist wahrhaftig Ostern. Nicht nur heute ist, sondern jeden Tag.

(Andreas Kees)
 

Lied:

Preis dem Todesüberwinder
(GL 780)
 

Fürbitten

Gott des Lebens, die frohe Botschaft der Auferstehung deines Sohnes stärkt unseren Glauben und unsere Hoffnung. In dieser Zuversicht bitten wir dich:

Ostern möge werden für alle, die unter Schmerzen, Lieblosigkeit oder Konflikt leiden.

Ostern möge werden für alle, die vor Trümmern ihres Lebens stehen.

Ostern möge werden für alle, die um einen geliebten Menschen trauern.

Ostern möge es auch einmal werden für uns, wenn wir uns im Sterben dir und deiner Liebe anvertrauen.

Denn du, o Gott, bist es, der uns an der Hand nimmst und uns führst. Du bist es auch, der uns leitet, Gutes zu tun und für andere da zu sein. Dir sei Lob und Preis in alle Ewigkeit.

Amen.
 

Einleitung zum Vaterunser

Himmlischer Vater, du hast deinen Sohn gesandt, der uns vom Tod befreit hat. Er gab uns das Gebet der Christenheit:
Vater unser im Himmel …
 

Segensgebet

Der Segen des auferstandenen Christus komme zu uns. Er leuchte über uns auf und hinein in unsere Dunkelheit. Er löse uns den Stein von unseren Herzen. Er trage und schütze uns. Der auferstandene Herr gehe uns voran und segne uns und unsere Lieben. 
 

Lied:

Heil uns, Heil, Halleluja (GL 777)